Der Unterschied zwischen MIG- und TIG-Schweißen liegt in der Elektrode. MIG schmilzt einen Draht ab, TIG arbeitet mit einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode.
Daraus folgt alles Weitere: Geschwindigkeit, Nahtoptik, Wärmeeinbringung und Kosten. Beide gehören zu den meistgenutzten Schweißverfahren im Maschinen- und Anlagenbau.
Dieser Leitfaden erklärt die Abkürzungen MIG, MAG, TIG und WIG, vergleicht die Verfahren Punkt für Punkt und zeigt, wann welches die richtige Wahl ist. Eine Einordnung der Grundlagen finden Sie im Beitrag dazu, was Schweißen ist.
Wesentliche Erkenntnisse
- TIG und WIG bezeichnen dasselbe Verfahren. TIG ist die englische, WIG die deutsche Abkürzung.
- MIG und MAG unterscheiden sich nur im Schutzgas. In Deutschland wird Stahl fast immer im MAG-Verfahren geschweißt.
- MAG ist schnell und wirtschaftlich, WIG ist präzise und optisch sauber. Das ist der eigentliche Kompromiss.
- Aluminium wird im WIG-Verfahren mit Wechselstrom geschweißt, weil dieser die Oxidschicht aufbricht.
- Lift-TIG ist eine Zündart, kein Verfahren ohne Gas. Ohne Schutzgas ist WIG nicht möglich.
- In der Praxis wird oft kombiniert: Wurzel im WIG-Verfahren, Fülllagen im MAG-Verfahren.
Inhaltsverzeichnis
- Kurz erklärt: was MIG, MAG, TIG und WIG bedeuten
- Was ist MIG-Schweißen?
- MIG oder MAG? Der Unterschied, den viele übersehen
- Was ist TIG- bzw. WIG-Schweißen?
- MIG vs. TIG im direkten Vergleich
- Ausrüstung: was ein TIG-Schweißgerät können muss
- Welches Verfahren für welchen Werkstoff?
- Entscheidungshilfe: wann MIG, wann TIG?
- Typische Einsatzbereiche in der Industrie
- Qualifikation: was einen TIG-Schweißer ausmacht
- Andere Verfahren im Vergleich
- Schweißen bei Vulcanus Stahl
- Häufige Fragen
Kurz erklärt: was MIG, MAG, TIG und WIG bedeuten
Die Abkürzungen stiften regelmäßig Verwirrung, weil deutsche und englische Bezeichnungen nebeneinander benutzt werden. Die folgende Übersicht ordnet sie eindeutig zu.
| Abkürzung | Bedeutung | Prozess nach DIN EN ISO 4063 |
|---|---|---|
| MIG | Metall-Inertgas, englisch Metal Inert Gas | 131 |
| MAG | Metall-Aktivgas, englisch Metal Active Gas | 135 |
| MSG | Metall-Schutzgas, der Oberbegriff für MIG und MAG | 13 |
| GMAW | Gas Metal Arc Welding, die englische Sammelbezeichnung | 13 |
| WIG | Wolfram-Inertgas, die deutsche Bezeichnung | 141 |
| TIG | Tungsten Inert Gas, die englische Bezeichnung für WIG | 141 |
| GTAW | Gas Tungsten Arc Welding, ebenfalls WIG | 141 |
| E-Hand | Lichtbogenhandschweißen mit Stabelektrode | 111 |
Was ist TIG-Schweißen?
TIG steht für Tungsten Inert Gas. Tungsten ist das englische Wort für Wolfram, also ist TIG exakt dasselbe wie das deutsche WIG.
Wer in deutschen Normen und Schweißanweisungen sucht, findet das Verfahren als WIG oder als Prozess 141. In internationalen Datenblättern steht dafür TIG oder GTAW.
Was bedeutet MIG?
MIG steht für Metall-Inertgas. Inert bedeutet, dass das Schutzgas nicht mit dem Schmelzbad reagiert, typischerweise reines Argon.
Kommt stattdessen ein aktives Gas wie CO2 zum Einsatz, heißt das Verfahren MAG. Beide zusammen laufen unter dem Oberbegriff Metall-Schutzgasschweißen, kurz MSG.
Was ist MIG-Schweißen?
Beim MIG/MAG-Schweißen wird ein Draht kontinuierlich durch den Brenner gefördert. Dieser Draht ist gleichzeitig Elektrode und Zusatzwerkstoff.
Das Schutzgas strömt aus derselben Düse und schirmt das Schmelzbad gegen Sauerstoff und Stickstoff ab. Weil der Draht automatisch nachläuft, braucht der Schweißer nur eine Hand.
Das macht das Verfahren schnell, gut automatisierbar und vergleichsweise leicht erlernbar.
Vorteile
- Hohe Abschmelzleistung: lange Nähte und dicke Querschnitte lassen sich wirtschaftlich fügen.
- Gut automatisierbar: ideal für Serienfertigung und Roboterzellen.
- Kurze Einarbeitung: brauchbare Ergebnisse sind in wenigen Wochen erreichbar.
- Geringe Kosten je Meter Naht: Geschwindigkeit und geringer Personalaufwand schlagen durch.
Nachteile
- Spritzerbildung: prozessbedingt und mit Reinigungsaufwand verbunden. Wie sich das eingrenzen lässt, zeigt unser Beitrag dazu, wie Sie Schweißspritzer vermeiden.
- Höhere Wärmeeinbringung: mehr Verzug an dünnen oder filigranen Bauteilen.
- Weniger feine Kontrolle: bei Sichtnähten und sehr dünnen Blechen stößt das Verfahren an Grenzen.
MIG oder MAG? Der Unterschied, den viele übersehen
MIG und MAG sind technisch fast identisch. Der einzige Unterschied liegt im Schutzgas.
MIG arbeitet mit inertem Gas, also reinem Argon oder Argon-Helium. Es kommt vor allem bei Aluminium und bei Nichteisenmetallen zum Einsatz.
MAG arbeitet mit aktivem Gas, meist einem Mischgas aus rund 82 Prozent Argon und 18 Prozent CO2. Dieses reagiert im Lichtbogen und verbessert den Einbrand bei Stahl.
In der Praxis heißt das: wer in Deutschland von MIG-Schweißen an Stahl spricht, meint fast immer MAG. Reines MIG bleibt Aluminium und Sonderwerkstoffen vorbehalten.
Das CO2 hat allerdings eine Kehrseite. Es macht den Werkstoffübergang gröber und erhöht die Spritzerneigung, besonders im oberen Leistungsbereich.
Was ist TIG- bzw. WIG-Schweißen?
Beim WIG-Schweißen brennt der Lichtbogen zwischen einer Wolframelektrode und dem Werkstück. Die Elektrode schmilzt dabei nicht ab.
Der Zusatzwerkstoff wird als Stab mit der zweiten Hand zugeführt, dosiert und nur dort, wo er gebraucht wird. Als Schutzgas dient reines Argon.
Bei sehr dünnen Blechen kann auch ganz ohne Zusatzwerkstoff gearbeitet werden. Diese autogene Variante verschmilzt nur das Grundmaterial und liefert besonders schmale Nähte.
Vorteile
- Herausragende Nahtqualität: saubere, gleichmäßige Nähte ohne Spritzer, meist ohne Nacharbeit.
- Sehr feine Wärmesteuerung: ideal für dünne, hitzeempfindliche und hochlegierte Werkstoffe.
- Volle Kontrolle: Strom und Zusatzwerkstoff sind unabhängig voneinander steuerbar.
- Ideal für Sichtnähte: überall dort, wo Funktion und Optik gleichermaßen zählen.
Nachteile
- Deutlich langsamer: für lange Nähte und Großserien selten wirtschaftlich.
- Hoher Qualifikationsbedarf: beidhändiges Arbeiten mit langer Lernkurve.
- Empfindlich gegen Verunreinigungen: Fügezone und Zusatzwerkstoff müssen sauber sein.
MIG vs. TIG im direkten Vergleich
Die folgende Übersicht fasst die Unterschiede zusammen, die in der Praxis wirklich über die Verfahrenswahl entscheiden.
| Kriterium | MIG und MAG (131 / 135) | TIG bzw. WIG (141) |
|---|---|---|
| Elektrode | abschmelzender Draht, zugleich Zusatzwerkstoff | nicht abschmelzende Wolframelektrode |
| Zusatzwerkstoff | automatisch über den Drahtvorschub | von Hand zugeführt oder ganz ohne |
| Schutzgas | Argon, Argon-CO2-Gemisch oder CO2 | reines Argon, teils mit Helium |
| Stromart | Konstantspannung, meist Gleichstrom am Pluspol | Konstantstrom, Gleich- oder Wechselstrom |
| Abschmelzleistung | hoch, in der Größenordnung mehrerer kg pro Stunde | niedrig, meist deutlich unter 2 kg pro Stunde |
| Spritzerbildung | prozessbedingt vorhanden | praktisch keine |
| Nahtoptik | gut, meist mit Nacharbeit | sehr gut, oft ohne Nacharbeit |
| Wärmeeinbringung | höher, mehr Verzugsrisiko | gering und fein steuerbar |
| Blechdicke | ab etwa 1 mm, sehr gut bei dicken Querschnitten | ab etwa 0,5 mm, ideal bei dünnen Bauteilen |
| Einarbeitung | in Wochen erlernbar | braucht deutlich mehr Übung |
| Automatisierbarkeit | sehr gut | gut, meist als Orbital- oder Roboteranwendung |
| Kosten je Meter Naht | niedrig | höher durch Zeit und Qualifikation |
Drei Punkte lassen sich in einer Tabelle nicht abbilden. Erstens verändert die höhere Wärmeeinbringung beim MAG-Schweißen die Wärmeeinflusszone stärker, was bei vergüteten Werkstoffen eine Rolle spielt.
Zweitens fällt beim MAG-Verfahren regelmäßig Nacharbeit an. Die Methoden dafür beschreibt unser Leitfaden zur Schweißnahtreinigung.
Drittens schließen sich beide Verfahren nicht aus. Bei Rohrleitungen ist die Kombination aus WIG-Wurzel und MAG-Fülllagen seit Jahrzehnten Standard.
Ausrüstung: was ein TIG-Schweißgerät können muss
Bei WIG entscheidet die Gerätetechnik stärker über das Ergebnis als bei MAG. Vier Punkte sind dabei wesentlich.
Gleichstrom oder Wechselstrom
Stahl und Edelstahl werden mit Gleichstrom am Minuspol geschweißt. Für Aluminium ist Wechselstrom nötig, weil er die zähe Oxidschicht aufbricht.
Ein reines Gleichstromgerät kann daher kein Aluminium schweißen. Wer beides braucht, benötigt ein AC/DC-Gerät mit einstellbarer Balance.
Zündart: HF-Zündung und Lift-Arc
Die Hochfrequenzzündung startet den Lichtbogen berührungslos und schont die Elektrode. Lift-Arc zündet durch kurzes Antippen und anschließendes Abheben.
Lift-Arc ist dort sinnvoll, wo Hochfrequenz elektronische Bauteile stören könnte. Es ist eine Zündart, kein Schweißen ohne Gas.
Wolframelektroden
Die Elektrode wird nach Werkstoff und Stromart ausgewählt und ist am Farbcode erkennbar. Üblich sind WT20 in Rot, WC20 in Grau, WL15 in Gold und WP in Grün.
Der Anschliff ist ebenso wichtig. Eine spitz angeschliffene Elektrode bündelt den Lichtbogen, eine verrundete verteilt die Wärme breiter.
Brenner und Zubehör
Bei höheren Strömen sind wassergekühlte Brenner Pflicht. Welche Bauformen es gibt, zeigen unsere Beiträge zu Schweißbrennern und speziell zu WIG-Brennern.
Ein Fußpedal oder ein Brennertaster mit Up- und Down-Slope erlaubt das stufenlose Regeln des Stroms während des Schweißens. Bei Sichtnähten macht das den Unterschied.
Zur Ausstattung gehört immer auch der Arbeitsschutz. Die relevanten Risiken behandeln unsere Beiträge zu den Gefahren beim Schweißen und dazu, wie Sie Schweißrauch absaugen.
Welches Verfahren für welchen Werkstoff?
Der Werkstoff ist das stärkste Auswahlkriterium. Eine Einordnung der Zusatzwerkstoffe bietet unser Beitrag zu den Schweißmaterialien.
| Werkstoff | Empfohlenes Verfahren | Hinweis |
|---|---|---|
| Baustahl, dickwandig | MAG (135) | Mischgas M21 mit rund 82 Prozent Argon und 18 Prozent CO2 |
| Baustahl, dünnwandig | MAG im Kurzlichtbogen oder WIG | bei Sichtnähten WIG bevorzugen |
| Edelstahl | WIG, in der Serie auch MAG | Wurzelschutz mit Formiergas einplanen |
| Aluminium | WIG mit Wechselstrom oder MIG (131) | Wechselstrom bricht die Oxidschicht auf |
| Titan und Magnesium | ausschließlich WIG | vollständige Gasabdeckung zwingend, auch auf der Wurzelseite |
| Hochfeste Stähle wie S 960 QL | MAG oder WIG, je nach Naht | Wärmeführung und Zusatzwerkstoff genau abstimmen |
| Nickelbasislegierungen | WIG | geringe Aufmischung und saubere Prozessführung nötig |
Bei Aluminium kommt es zusätzlich auf die Vorbereitung an. Was dabei zu beachten ist, beschreibt unser Leitfaden zum Aluminium schweißen.
Bei Edelstahl entscheidet die Wurzelseite über die Korrosionsbeständigkeit. Ohne Formiergas verzundert die Wurzel und die Passivschicht leidet, siehe dazu unseren Beitrag dazu, welches Metall nicht rostet.
Bei hochfesten und warmfesten Stählen sind Vorwärmen und gegebenenfalls eine Wärmebehandlung von Metallen nach dem Schweißen einzuplanen. Maßgeblich bleiben dabei EN 1090 und ISO 3834.
Entscheidungshilfe: wann MIG, wann TIG?
Die Frage lautet nie, welches Verfahren besser ist. Sie lautet, welches besser zu Werkstoff, Toleranz und Stückzahl passt.
| Wenn Ihr Projekt … | dann … |
|---|---|
| lange Nähte an dickem Baustahl hat | MAG |
| in Serie mit kurzer Taktzeit läuft | MAG, gerne automatisiert |
| dünne Bleche unter 2 mm enthält | WIG |
| sichtbare Nähte ohne Nacharbeit verlangt | WIG |
| aus Aluminium oder Titan besteht | WIG, bei Aluminium mit Wechselstrom |
| druckbeaufschlagte oder wurzelgeschweißte Rohre hat | WIG, Wurzel WIG und Fülllagen MAG |
| engste Verzugstoleranzen einhalten muss | WIG oder ein Kaltprozess wie CMT |
| Kosten je Meter Naht minimieren soll | MAG |
Die Kurzfassung: MAG, wenn Menge und Materialstärke im Vordergrund stehen. WIG, wenn Genauigkeit, Optik oder der Werkstoff es verlangen.
Typische Einsatzbereiche in der Industrie
Tragende Konstruktionen und Stahlbau
Bei Brückenstützen, Kranträgern und Industrieplattformen dominiert das MAG-Verfahren. Es liefert schnell tief eindringende Nähte an dickwandigen Profilen.
Bei sicherheitsrelevanten, zyklisch belasteten Verbindungen kommt WIG zum Einsatz. Die feinere Wärmeführung verringert Einbrandkerben und Mikrorisse.
Maschinen- und Anlagenbau
Für Maschinenrahmen und Sonderkonstruktionen ist der hybride Ansatz der Regelfall. MAG für tragende Großstrukturen, WIG für Flansche, Montageplatten und Hydraulikanschlüsse.
Wie geschweißte Baugruppen anschließend weiterverarbeitet werden, beschreibt unser Beitrag zur Baugruppenmontage.
Druckbehälter und wärmebeanspruchte Bauteile
Bei Behältern, Ofenbauteilen und Dampfsystemen wird die Wurzel im WIG-Verfahren gelegt. Nur so lassen sich porenfreie, vollständig durchgeschweißte Nähte sicherstellen.
Diese Bauteile bestehen häufig aus hitzebeständigen Stählen oder Nickelwerkstoffen. Hier entscheidet die Nahtintegrität nicht nur über die Funktion, sondern über die Zulassung.
Qualifikation: was einen TIG-Schweißer ausmacht
Gute WIG-Nähte sind kein Zufall und keine Frage des Geräts. Sie sind das Ergebnis geprüfter Personen und geprüfter Verfahren.
Schweißer werden nach DIN EN ISO 9606-1 geprüft, jeweils für einen definierten Geltungsbereich aus Verfahren, Werkstoffgruppe, Nahtart und Position. Eine Prüfung im WIG-Verfahren deckt MAG nicht ab.
Parallel dazu wird das Verfahren selbst qualifiziert. Aus der Verfahrensprüfung nach ISO 15614 entsteht ein WPQR, aus dem die Schweißanweisung, die WPS, abgeleitet wird.
Ob die Naht hält, wird anschließend belegt, zerstörungsfrei oder durch mechanische Prüfung. Für tragende Bauteile ist diese Kette Pflicht, nicht Kür.
Andere Verfahren im Vergleich
MIG und TIG decken nicht jeden Fall ab. Diese Alternativen lohnen einen Blick, wenn beide an ihre Grenzen stoßen.
- CMT-Schweißen: sehr geringe Wärmeeinbringung bei dünnen Blechen und Mischverbindungen.
- Laserstrahlschweißen: schmale Nähte, minimaler Verzug, hohe Geschwindigkeit bei hohem Anlagenaufwand.
- Orbitalschweißen: mechanisiertes WIG für reproduzierbare Rundnähte an Rohren.
- Elektrodenschweißen: unabhängig von Schutzgas und damit im Freien und bei Wind im Vorteil.
- Plasmaschweißen: stärker gebündelter Lichtbogen als WIG, tieferer Einbrand bei schmaler Naht.
- Roboterschweißen: gleichbleibende Qualität in der Serie, meist auf MAG-Basis.
Schweißen bei Vulcanus Stahl
Vulcanus Stahl ist anerkannter Schweißfachbetrieb nach DIN EN 1090-2 EXC3 und DIN EN ISO 3834-2. Unser Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert.
Wir fertigen Schweißbaugruppen für den Maschinen- und Anlagenbau bis 10 t Stückgewicht. Hochfeste Werkstoffe wie S 960 QL und hitzebeständige Stähle verarbeiten wir täglich.
Unsere Schweißdienstleistungen umfassen:
- MAG-, MIG-, WIG- und Lichtbogenhandschweißen für Stahl, Edelstahl und Aluminium
- hybride Nahtkonzepte mit WIG-Wurzel und MAG-Fülllagen
- geprüfte Schweißer und dokumentierte Schweißanweisungen je Bauteilgruppe
- Schweißbaugruppen für große Werkstücke mit anschließender mechanischer Bearbeitung
- Einzelteile, Kleinserien und Serien in der CNC-Lohnfertigung
Weil Schweißen, Zerspanung und Montage bei uns unter einem Dach liegen, wird die Verfahrenswahl früh mitgedacht. Das gesamte Leistungsspektrum finden Sie unter Dienstleistungen.
Fazit: nicht besser oder schlechter, sondern passend
MIG und MAG stehen für Geschwindigkeit, Wirtschaftlichkeit und dicke Querschnitte. WIG steht für Genauigkeit, saubere Optik und empfindliche Werkstoffe.
Wer die Verfahrenswahl an Werkstoff, Toleranz und Stückzahl ausrichtet statt an Gewohnheit, spart Nacharbeit und Kosten. In vielen Fällen ist die Kombination beider Verfahren die beste Antwort.
Vulcanus Stahl liefert zertifizierte Schweißbaugruppen und Präzisionsfertigung aus einer Hand. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Ihr nächstes Projekt besprechen möchten.
Häufige Fragen zu MIG- und TIG-Schweißen
- Was bedeutet TIG beim Schweißen?
TIG steht für Tungsten Inert Gas, also Wolfram-Inertgas. Im Deutschen heißt dasselbe Verfahren WIG, in den Normen läuft es als Prozess 141.
- Wofür steht die Abkürzung MIG?
MIG steht für Metall-Inertgas. Wird statt eines inerten ein aktives Gas verwendet, spricht man von MAG.
- Was ist der Unterschied zwischen MIG und MAG?
Nur das Schutzgas. MIG nutzt inertes Gas wie reines Argon, MAG ein aktives Gemisch mit CO2. An Stahl wird in Deutschland überwiegend MAG geschweißt.
- Geht Lift-TIG-Schweißen ohne Gas?
Nein. Lift-TIG beschreibt nur die Zündart durch Antippen und Abheben. Ohne Schutzgas oxidiert das Schmelzbad sofort und die Wolframelektrode verbrennt.
- Welches Verfahren ist für Anfänger leichter?
MIG und MAG. Der Draht läuft automatisch nach, sodass eine Hand genügt. WIG verlangt beidhändiges Arbeiten und deutlich mehr Übung.
- Kann man Aluminium mit MIG schweißen?
Ja, mit reinem Argon und passendem Drahtvorschub. Für dünne Bauteile und Sichtnähte ist WIG mit Wechselstrom aber die bessere Wahl.
- Was muss ein TIG-Schweißgerät können?
Für Stahl genügt Gleichstrom. Wer Aluminium schweißen will, braucht ein AC/DC-Gerät. Nützlich sind zusätzlich Impulsbetrieb, Up- und Down-Slope sowie ein Fußpedal.
- Welche Qualifikation braucht ein TIG-Schweißer?
Eine Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606-1 für den jeweiligen Geltungsbereich. Für tragende Bauteile kommen eine Verfahrensprüfung und eine Schweißanweisung hinzu.